Tamara und Nora erzählen von ihrer Zeit in Uganda

 Vielleicht kannst du nicht die Welt verändern, aber du kannst die Welt für einige Menschen verändern.

Nora u Tamara in Kirombe
Nora und Tamara bei einem Einsatz in Kirombe

Auf unserer dreiwöchigen Reise nach   Kampala/ Uganda zu Saving Arms International durften wir dies mit eigenen Augen sehen und erleben. Es braucht nicht viel, um einen Unterschied in dieser Welt zu machen.

Alles startete Ende September 2015:
Wir, das sind Tamara(22) und Nora(23), haben gerade unser Studium erfolgreich beendet.
Unser Ziel: noch etwas von der Welt sehen, bevor das Arbeitsleben startet.
Unser Gefühlszustand: Vorfreude, Aufregung und spätestens als wir im Flugzeug saßen, war uns doch ein wenig mulmig zumute. Wir schauten uns an und hatten beide denselben Gedanken: Worauf hatten wir uns da eingelassen?
Eine verspätete Ankunft mitten in der Nacht und ein völlig überfüllter Flughafen trugen da nicht unbedingt zu unserer Beruhigung bei. Auch der ein oder andere Kulturschock blieb uns nicht erspart:
Das Transportsystem erschien uns auf den ersten Blick sehr verwirrend, Kakerlaken im Badezimmer, anderes Essen, andere Mentalität, anderes Klima und als hellhäutiger Mensch ist man irgendwie überall die Attraktion!Doch es dauerte nicht lang und wir hatten unser Herz an dieses bisher unbekannte aber so wunderbare Land verloren.
1512181_731077637026165_8082419089654451510_oWarum? Wir wurden sehr herzlich von vielen freundlichen Menschen aufgenommen und durften so viele strahlende Kinderaugen sehen! Von der ersten Minute an konnten wir bei SAI mitwirken und mit unseren Begabungen das Team unterstützen.

Unser Programm war vielfältig:
Schuhe kaufen für Kinder (die sonst barfuß jeden Tag einen weiten Weg zur Schule laufen);für Eltern und ihre Sorgen beten; Spiele ausdenken; Andachten halten; Lieder unterrichten; in der Wohngruppe fleißig mithelfen und auch mal deutsch kochen, mit den Kindern spielen, sie einfach in den Arm nehmen und und und…
Jeder Tag war gefüllt mit neuen 12095209_731077607026168_5236373217128221135_oAufgaben und besonderen Erlebnissen.
So viel wir auch geben durften, wir haben das Gefühl viel mehr empfangen zu haben. Wir konnten sehen und erleben, wie drei junge Männer durch ihren Einsatz und ihre Hingabe das Leben von Straßenkindern verändern Doch am meisten staunen wir darüber, wie wenig dafür benötigt wird. Nur Zeit, Liebe, für unsere Verhältnisse wenig Geld und die Leidenschaft eines Teams!
Mich (Nora) bewegt ein Gespräch mit dem ugandischen Leiter von SAI (selbst als Straßenkind aufgewachsen). Ich erzählte ihm, dass ich es als unfair empfinde, das Privileg zu haben in einem reichen Land geboren zu sein und in guten Verhältnissen aufzuwachsen. Wenn ich die Straßenkinder sehe, frage ich mich ständig, warum ich nicht dort sitze! Seine Antwort fand ich ergreifend: Hinterfrage nicht, warum Gott dich an deinen Platz gestellt hat, sondern frage dich, was deine Aufgabe an diesem Platz ist!
Ich persönlich finde es schwierig diese Frage zu beantworten, aber es lohnt sich darüber nachzudenken. Wir wissen, dass wir nicht die Welt verändern können, aber wir möchten es zu unserer Aufgabe machen die Welt für einige dieser Straßenkinder zu verändern! Wir danken dem Saving Arms International‐Team aus Uganda und Deutschland für die tolle und gesegnete Zeit, die vielen Erlebnisse und herausfordernden Gespräche, die Begleitung im Gebet und durch Ratschläge und vor allem für die Möglichkeit, nun Teil dieses Herzensprojekts sein zu dürfen.