Rückblick auf das Jahr 2016

Anfang Januar war Andrea Schneider 3 Wochen in Uganda, um unsere Arbeit in Kampala vor Ort anzuschauen. Hier berichtet sie von den Entwicklungen im letzten Jahr:

Ich war überwältigt, was sich alles getan hat, und wie unsere Arbeit für viele Menschen zum Segen wird.
Hier ein kleiner Überblick:

 

SAI Wohngrupppe
In unserer Wohngruppe wohnen zur Zeit 8 Jugendliche und ein Leiter. Während meiner Zeit in Uganda besuchten die Jungs ein christliches Zeltlager, bei dem wir sie dann auch besuchten. Die Zeit auf dem Lager ist für die Jungs jedes Jahr ein ganz besonderes Highlight von dem sie lange zehren.
Junior, 16 Jahre, hat als erster P7 abgeschlossen, was bei uns ungefähr dem Hauptschulabschluss entspricht. Nun darf er auf eine weiterführende Schule gehen. Wir sind sehr stolz auf sein Ergebnis, zumal er nur 3 Jahre die Schule besucht hat.

Unser „God is able“, Kindergarten und Grundschule
In unserer 2016 eröffneten Schule haben wir 123 Schüler, davon ca. die Hälfte im Kindergarten. Da in Uganda der Schulbesuch Geld kostet, ist es für viele Familien leider nur
ein Traum, ihren Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen. Wir unterstützen in unserer liebevoll gestalteten Schule ganz besonders Kindern aus sehr armen Familien. Sie bekommen dort ein Frühstück und Mittagessen, denn nur mit vollem Magen läßt es sich gut lernen. Durch Bildung kann der Armutskreislauf durchbrochen werden. Anfang Dezember hatten wir eine tolles Schulfest, mit Tanzdarbietungen, gutem Essen und Zeugnissehrungen der Jahrgangsbesten. Dies war ein unvergesslicher Tag für alle Beteiligten.

Ghetto Programm in Kivulu
Jeden Donnerstag treffen wir uns in Kivulu, einem Ghetto in Kampala. Dort kommen ca. 80 bis 100 Kinder und Jugendliche zusammen. Auch hier bekommen sie von uns Frühstück und Mittagessen. Für die Jugendlichen, außschließlich Jungs, die auf der Straße leben, bieten wir
Fußballspielen an. Dank der großzügigen Spende unseres Lauffener Fußballverein haben die Sportler eigene Trikots an, und haben damit umsomehr Freude am Sport. Nach Lobpreis,
Gebetszeit und Impuls bieten wir altersgerechte Gruppen an, um Ihnen eine Möglichkeit zu geben, über ihr Ängste Nöte und Probleme zu reden. Unser längerfristiges Ziel ist für diese
Jugendliche einen Ausbildungsplatz zu finden, und ihnen aus dieser Perspektivlosigkeit zu helfen.

Ghetto Programm in Katanga
Seit einigen Monaten sind wir auch noch in einem anderen Armenviertel aktiv. Als ich das erste Mal diesen Ort besuchte, war ich sehr bestürzt, wie arm diese Menschen dort sind. Wir treffen unsjeden Samstag dort, und wir werden von weit mehr als 100 Kindern freudig erwartet. Auch dort machen wir Spiele, z. B. Reise nach Jerusalem, Katz und Maus Fangspiel und viele mehr. Die Kinder genießen die willkommene Abwechslung. Das gemeinsame Singen und Beten, sowie Geschichten aus der Bibel erzählen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Besuches dort. Das ganz besondere Ereignis war die Weihnachtsfeier mit Hüpfburg, Essen und Kuchen, sowie Kleidergeschenke. Für viele Kinder ein unvergessenes Weihnachten.

SAI Leiter Kato zu Besuch in Deutschland
Im Juli kam Kato, der Leiter von SAI Uganda, für 6 Wochen nach Deutschland. Für Ihn hat sich sein Traum erfüllt, endlich mal das deutsch SAI Team zu sehen und kennen zu lernen. Während seines Aufenthalts besuchte er einige Schulen und erzählte von seinen Erfahrungen als ehemaliges Straßenkind. Mit seinem Besuch zeigte er vielen Menschen, wie Gott Leben verändern kann, und wie eine einzige Person das Leben von vielen positiv verändern kann.

Praktikantin Vanessa in Kampala
Von Oktober bis Januar hatten wir in Kampala Verstärkung durch Vanessa. Die 21-jährige Sporttherapeutin aus Heilbronn wurde durch einen Zeitungsartikel auf unsere Arbeit
aufmerksam. Durch ihre Freundlichkeit und Fröhlichkeit hat sie unser Team sehr bereichert. Vanessa hat sich u.a. als Hilfslehrerin in der Schule und Hausaufgabenhilfe in der Wohngruppe engagiert. Darüber hinaus war sie bei allen anderen Aktivitäten eine willkommene helfende Hand.
Das Jahr 2016 war ein gesegnetes und ereignisreiches Jahr, und wir sind Gott sehr dankbar für seine Versorgung und Treue.
Dank ihrer Unterstützung konnten wir vielen Kindern in Uganda helfen und ihnen Hoffnung für die Zukunft geben.
Vielen Dank an alle Unterstützer und Gottes reichen Segen

Willkommen Vanessa – unsere neue Volontärin bei SAI Uganda e. V.

vanessaEs gibt Neuigkeiten, wir haben eine neue Mitarbeiterin, die als Freiwillige fünf Monate unser Team und die Schüler-Wohngruppe in Kampala begleiten wird. Vanessa, 21 Jahre alt, kommt aus Heilbronn und  stellt sich hier kurz vor:

Wie bist auf die Idee gekommen dich ehrenamtlich zu engagieren?

„Nach meinem Abitur sind viele meiner Freunde ins Ausland gegangen, aber ich dachte mir, dass ich deutlich besser helfen kann, wenn ich eine Ausbildung abgeschlossen habe. Also habe ich meine Ausbildung zur Sportlehrerin mit Zusatzausbildung Sporttherapie abgeschlossen und mich nach regionalen Organisationen Ausschau gehalten, denen eine ausgebildete Lehrerin vielleicht noch im Repertoire fehlt.“

Du hast dich entscheiden SAI Uganda e.V. zu unterstützen –warum gerade diese NGO?

„Auf SAI bin ich durch einen Zeitungsartikel in der Heilbronner Stimme geraten und habe auf gut Glück einfach meine Fähigkeiten angeboten. Nach einem Treffen war klar, dass wir zusammenarbeiten werden und seitdem bin ich auf einigen Aktionen dabei gewesen. Großen Organisationen fehlt es oft nicht an Freiwilligen, kleinen allerdings schon. Jetzt kann ich bei SAI meiner und einer ugandischen Region mit meinem Wissen weiterbringen.“

Besuch aus Uganda

 

Seit 06.0Kato Jospeh im Hölderlin-Gymnasium in Lauffen.7.16 ist Kato Joseph in Deutschland zu Besuch. Er lernt unser Leben hier kennen und war in einigen Schulen um von der Arbeit und vor allem auch von dem Leben der Kinder in Uganda zu erzählen.

Auf dem Bild ist er beim Schulgottesdienst im Hölderlin-Gymnasium in Lauffen am Neckar zu sehen. Die Schule stellet uns das Opfer dieses Gottesdienstes zur Verfügung.

 

Am 26.07.16 gab es im Karl-Hartmann- Haus in Lauffen am Necker einen Vortragsabend bei dem Kato Jospeh selbst von seiner Lebensgeschichte und der Arbeit in Uganda erzählte. Am Ende spielte er noch zwei Lieder auf der Gitarre, die sie hier anhören können:

Ein Lied in seiner Muttersprache Luganda

Ein selbstkomponiertes Lied

Den Sommer genießen mit SAI-Uganda beim Museumscafe

Am Sa. 11.06.2016 und So. 12.06.2016 bewirten Sie unsere13321888_1186120931431365_6898833759491700391_n Mitglieder und Vereinsfreunde wieder beim Museumscafe im Klosterhof.
Lassen Sei sich von 14.00-18.00Uhr mit kühlen Getränken, Kaffee und hausgemachter Kuchen vewöhnen.
Wir haben bei jedem Wetter geöffnet, in der lauschigen Atmosphäre des Museumsvorplatz sind genügend trockene oder schattige Sitzplätze vorhanden.
Außerdem bieten wir frische ugandische Vanilleschoten an und Selbstgenähtes aus afrikanischen Stoffen.
Den gesamten Verkaufserlös spenden wir für unsere Ghettokinder in Kampla, die wachsende Schülerwohngruppe und unsere neue SAI-Grundsschule, die Anfang 2016 geründet wurde.
Wir bringen auch neue Bilder von unseren Aktivitäten in Uganda mit und erzählen ihnen gerne, wenn Sie Interesse haben, von unserer Arbeit mit den afrikanischen Straßenkindern und Waisen.
Wir freuen uns auf viele Gäste!
Das SAI-Uganda e.V. Team Lauffen/Heilbronn

Herzliche Einladung

Zu Gunsten unserer Arbeit in Uganda wird das Team in Deutschland am

1. Mai 2016 von 12-18 Uhr am Römerhof in Lauffen am Neckar

Wein der Weingärtnergenossenschaft in Lauffen ausschenken

Nutzen Sie den freien Tag um bei uns vorbeizuschauen, sich mit roter Wurst und Wein zu stärken, um nebenbei mehr von unserer Arbeit in Uganda zu erfahren.

Wir freuen uns Sie dort zu sehen und kennenzulernen.

Ihr SAI-Team in Deutschland

Updates aus Uganda

Das Schulprojekt hat gestartet
Unsere Kinder und Lehrer
Unsere Kinder und Lehrer

Pünktlich zum offiziellen Schuljahresbeginn in Uganda am 22.Februar 2016 hat auch unsere Schule „God is able“ im Slum von Kirombe eröffnen können. Wir haben in der ersten Woche mit 50 Schülern starten dürfen, deren Zahl sich mittlerweile aber schon auf 80 Schüler erweitert hat. Es ist schön, die normalerweise in dreckigen und zerrissenen Kleidern gekleideten Kinder nun sauber und in Schuluniformen auf unserem Schulgelände spielen zu sehen. Neben dem Unterricht und den schönen Klassenräumen, freuen sich die Kinder sehr an dem kleinen Spielplatz, den es auf dem Schulgelände gibt. Wir sind so dankbar für jeden Einzelnen, der den Start der Schule durch Spenden oder Gebete ermöglicht hat.

(weitere Bilder und Informationen zum Schulprojekt finden sie hier)

Ein neues Kind für unsere Wohngruppe12778961_786235058177089_7155895705565221206_o

Seit Mitte Februar gehört nun auch Nyanzi zu unserer Wohngruppe. Wir haben uns also nun auf 9 Kinder und Jugendliche erweitert. Nyanzi wurde uns von einer anderen Organisation übermittelt, die keinen Platz für den Jungen hatten.

Nyanzis Geschichte ist so typisch für ugandische Straßenkinder. Er ist von Zuhause weggelaufen nachdem er Geld verloren hatte, dass er zum Brötchen holen bekommen hatte. Aus Angst vor Schlägen von seiner Stiefmutter entschied er sich für ein Leben auf der Straße.

(weitere Bilder und Informationen zu unsere Wohngruppe finden sie hier)

Eine Schule für Kirombe

Nachdem in Uganda die Arbeiten an unserer Schule für Kirombe auf Hochtouren laufen, gibt es nun auch eine Informationsseite auf der Website. Die findet ihr hier: Eine Schule für Kirombe

Hier einige Eindrücke in Bildern:

 

 

Tamara und Nora erzählen von ihrer Zeit in Uganda

 Vielleicht kannst du nicht die Welt verändern, aber du kannst die Welt für einige Menschen verändern.

Nora u Tamara in Kirombe
Nora und Tamara bei einem Einsatz in Kirombe

Auf unserer dreiwöchigen Reise nach   Kampala/ Uganda zu Saving Arms International durften wir dies mit eigenen Augen sehen und erleben. Es braucht nicht viel, um einen Unterschied in dieser Welt zu machen.

Alles startete Ende September 2015:
Wir, das sind Tamara(22) und Nora(23), haben gerade unser Studium erfolgreich beendet.
Unser Ziel: noch etwas von der Welt sehen, bevor das Arbeitsleben startet.
Unser Gefühlszustand: Vorfreude, Aufregung und spätestens als wir im Flugzeug saßen, war uns doch ein wenig mulmig zumute. Wir schauten uns an und hatten beide denselben Gedanken: Worauf hatten wir uns da eingelassen?
Eine verspätete Ankunft mitten in der Nacht und ein völlig überfüllter Flughafen trugen da nicht unbedingt zu unserer Beruhigung bei. Auch der ein oder andere Kulturschock blieb uns nicht erspart:
Das Transportsystem erschien uns auf den ersten Blick sehr verwirrend, Kakerlaken im Badezimmer, anderes Essen, andere Mentalität, anderes Klima und als hellhäutiger Mensch ist man irgendwie überall die Attraktion!Doch es dauerte nicht lang und wir hatten unser Herz an dieses bisher unbekannte aber so wunderbare Land verloren.
1512181_731077637026165_8082419089654451510_oWarum? Wir wurden sehr herzlich von vielen freundlichen Menschen aufgenommen und durften so viele strahlende Kinderaugen sehen! Von der ersten Minute an konnten wir bei SAI mitwirken und mit unseren Begabungen das Team unterstützen.

Unser Programm war vielfältig:
Schuhe kaufen für Kinder (die sonst barfuß jeden Tag einen weiten Weg zur Schule laufen);für Eltern und ihre Sorgen beten; Spiele ausdenken; Andachten halten; Lieder unterrichten; in der Wohngruppe fleißig mithelfen und auch mal deutsch kochen, mit den Kindern spielen, sie einfach in den Arm nehmen und und und…
Jeder Tag war gefüllt mit neuen 12095209_731077607026168_5236373217128221135_oAufgaben und besonderen Erlebnissen.
So viel wir auch geben durften, wir haben das Gefühl viel mehr empfangen zu haben. Wir konnten sehen und erleben, wie drei junge Männer durch ihren Einsatz und ihre Hingabe das Leben von Straßenkindern verändern Doch am meisten staunen wir darüber, wie wenig dafür benötigt wird. Nur Zeit, Liebe, für unsere Verhältnisse wenig Geld und die Leidenschaft eines Teams!
Mich (Nora) bewegt ein Gespräch mit dem ugandischen Leiter von SAI (selbst als Straßenkind aufgewachsen). Ich erzählte ihm, dass ich es als unfair empfinde, das Privileg zu haben in einem reichen Land geboren zu sein und in guten Verhältnissen aufzuwachsen. Wenn ich die Straßenkinder sehe, frage ich mich ständig, warum ich nicht dort sitze! Seine Antwort fand ich ergreifend: Hinterfrage nicht, warum Gott dich an deinen Platz gestellt hat, sondern frage dich, was deine Aufgabe an diesem Platz ist!
Ich persönlich finde es schwierig diese Frage zu beantworten, aber es lohnt sich darüber nachzudenken. Wir wissen, dass wir nicht die Welt verändern können, aber wir möchten es zu unserer Aufgabe machen die Welt für einige dieser Straßenkinder zu verändern! Wir danken dem Saving Arms International‐Team aus Uganda und Deutschland für die tolle und gesegnete Zeit, die vielen Erlebnisse und herausfordernden Gespräche, die Begleitung im Gebet und durch Ratschläge und vor allem für die Möglichkeit, nun Teil dieses Herzensprojekts sein zu dürfen.